Die Einführung von Google News im Jahr 2002 hat viel Aufsehen erregt und neben begeisterter Zustimmung auch viel Skepsis hervorgerufen. Aus heutiger Sicht hat das neue Angebot den Umgang mit aktuellen Nachrichten im Netz zwar nicht revolutioniert, aber doch deutlich mehr Transparenz und Komfort für die Nutzer gebracht – und einigen ganz neue Entwicklungen den Anschub gegeben.
Zuvor war es normal, dass Internet-Surfer regelmäßig mehrere populäre Nachrichtenseiten hintereinander besuchten, um die aktuellsten Neuigkeiten zu finden oder sich zu einem Thema umfassend zu informieren. Heute bündelt Google News Nachrichten aus verschiedenen Quellen übersichtlich auf einer Seite, gruppiert zusammengehörige Meldungen und gewichtet die Nachrichtenflut nach Popularität. All das geschieht weitestgehend automatisch.
Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits ist die subjektive Wertung ausgeschaltet, so dass Neuigkeiten nicht durch die Perspektive eines Mitarbeiters „gefiltert“ werden. Andererseits passieren dem automatischen Verfahren Fehler, die ein Mensch nicht machen würde: Nachrichten werden anhand von Schlüsselwörtern manchmal unkorrekt gebündelt, hinzugefügte Bilder passen zuweilen nicht zum Thema. Angesichts der Vorteile für den Anwender sehen diese über solche Mängel hinweg.
Zu den Kritikern gehören die Nachrichtenseiten, von denen die News-Einträge gesammelt werden. Die Zeitungen, Fernsehsender und Online-Portale bekommen durch das Verfahren zwar weiter Klicks auf ihre einzelnen Nachrichten, aber weniger auf ihre Einstiegsseiten, was relevant für ihre Werbeeinnahmen ist. Der Versuch, rechtlich gegen das Sammeln, Sortieren und Präsentieren durch Google News vorzugehen, scheiterte aber schnell. weiterlesen…